Auftakt des Mobilen Beobachtungssystems MOSES


Am 21. Juni treffen sich alle Projektbeteiligten in Berlin. MOSES-Forscher untersuchen, wie Extremereignisse langfristig das komplexe Zusammenspiel von Boden, Atmosphäre und Wasser verändern.


Zur rechten Zeit am rechten Ort

Grafik MOSES Neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft bauen in den kommenden fünf Jahren gemeinsam ein flexibles und mobiles Messsystem zur Erdbeobachtung auf: MOSES – Modular Observation Solutions for Earth Systems. Damit wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, wie kurzfristige dynamische Ereignisse, etwa Hitzewellen oder Starkregen, mit der langfristigen Entwicklung von Erd- und Umweltsystemen zusammenhängen. Koordiniert wird MOSES am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.

Zum Weiterlesen:
http://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=30/2017


Mit Drohne und High-Tech-Boje vor Ort

Forscher setzen Messboje vom Schlauchboot in See ein. Foto: André Künzelmann Mit einem einzigartigen flexiblen und mobilen Beobachtungssystem können Forscher künftig untersuchen, wie Extremereignisse langfristig die komplexen Zusammenhänge von Boden, Atmosphäre und Wasser verändern.

Zum Weiterlesen:
https://www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/mit-drohne-und-high-tech-boje-vor-ort/
 


Die Erdbeobachterin

Die Geologin Ute Weber leitet das MOSES Programm. Foto: UFZ Hitzewellen, Hochwasser und Unwetter wird Ute Weber in den kommenden Jahren so genau wie nie zuvor unter die Lupe nehmen. Die Geologin leitet seit Anfang des Jahres 2017 das MOSES-Programm – ein weltweit einzigartiges Erdbeobachtungssystem mit einem ganzen Fuhrpark an Hightech-Messgeräten.

Zum Weiterlesen: 
https://www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/die_erdbeobachterin/


MOSES: Events and Trends: Impact of Disturbances on Earth Systems

Hochwasser Sachsen. Foto: André Künzelmann/UFZ What impact do heat waves have on water resources, vegetation and air quality? How does flooding change terrestrial ecosystems and coastal regions? To what extent do ocean eddies control the marine energy transport and food chains? What amounts of greenhouse gases are released during the thawing of permafrost?

Read more:
https://moses.eskp.de/events-and-trends/observation-strategy/


"Expedition mit fliegender Forschungsplattform"

Zeppelin über Lauenburg an der Elbe. Wie verändern Elb-Hochwasser das Ökosystem Fluss und die Wasserqualität der Nordsee? MOSES-Messkampagne untersucht Auswirkungen von Starkregenereignissen.

Zum Weiterlesen:
https://www.eskp.de/auswirkungen-von-hochwasser-auf-elbe-und-nordsee/


Archiv "Im Fokus"


Weltbiodiversitätsrat IPBES verabschiedet im März 2018 fünf neue Berichte


Vom 17. bis 24. März trafen sich in Kolumbien 128 IPBES-Mitgliedsstaaten, um fünf Berichte zu verabschieden, die den weltweiten Zustand der biologischen Vielfalt bewerten. Unter den 550 internationalen Experten, sind auch fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UFZ.

Vier der Berichte bewerten den Zustand der Natur und der biologischen Vielfalt sowie ihre Rolle am Wohlergehen der Bevölkerung in regionalen Assessments bezogen auf vier Weltregionen – Amerika, Asien&Pazifik, Afrika sowie Europa&Zentralasien. Der fünfte Bericht widmet sich der Verschlechterung der Qualität von Land (Landdegradierung). Dafür haben die Expertinnen und Experten Tausende wissenschaftlicher Publikationen gesichtet und bewertet und andere Wissensformen lokaler und indigener Gruppen einbezogen.

An zwei der fünf jetzt vorgestellten Berichte sind UFZ-Wissenschaftlerinnen und –Wissenschaftler in unterschiedlichen Funktionen beteiligt:

Regionales Assessment für „Europa und Zentralasien“

Herausforderungen:
https://www.ipbes.net/sites/default/files/downloads/eca_assessment_en.pdf

Ergebnisse:
Biodiversität und Ökosystemleistungen nehmen weiter bedenklich ab, warnen die Forscher im Abschluss-Statement zum Zustand der Biodiversität in Europa u. Zentralasien. Dabei verbraucht die Region mehr Ressourcen als sie bereitstellen kann:
zur Abschluss-Pressemitteilung



Dr. Jennifer Hauck. Foto: privat
Foto: Die Lichtbildnerei Leipzig


„Ich hoffe, dass wir mit IPBES einen Beitrag leisten können, Debatten in der Gesellschaft auszulösen, verschiedenste Bedürfnisse zu beleuchten und Lösungswege daraufhin abzuklopfen.“

Dr. Jennifer Hauck
Wissenschaftlerin im UFZ-Department Umweltpolitik

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Koordinierende Leitautorin im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018), Kapitel 5 „Interaktionen zwischen Natur und Gesellschaft“
  • Mitglied der Expertengruppe für die zweite Phase der IPBES-Arbeit an Szenarien und Modellierung (2016-2018)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/209.php
http://www.ufz.de/index.php?de=36484


Dr. Matthias Schröter. Foto: Stefan Bernhardt/iDiv
Foto: Stefan Bernhardt/iDiv


„IPBES bringt eine ganze Reihe von Wertvorstellungen zueinander, die Menschen in Bezug auf ihre belebte Umwelt haben können. Das ist ein hohes Gut und zugleich eine große Herausforderung.“

Dr. Matthias Schröter
Wissenschaftler im UFZ-Department Landschaftsökologie

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Leitautor im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018), Kapitel 2 „Ökosystemleistungen“


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/202.php
https://www.ufz.de/index.php?de=40349


Dr. Kristina Raab. Foto: UFZ
Foto: UFZ


„IPBES hat Potenzial.“

Dr. Kristina Raab
Wissenschaftlerin im UFZ-Department Naturschutzforschung

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Review Editor sowie Contributing Author im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018)
außerdem:

  • Koordinatorin internationaler Politikprozesse im Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo)
    als nationale Plattform, die den IPBES-Prozess unterstützt
  • UFZ Science-Policy Expert Group

Weitere Informationen zur Person:
http://www.ufz.de/index.php?de=41911


Prof. Dr. Josef Settele. Foto: Sebastian Wiedling/UFZ
Foto: Sebastian Wiedling/UFZ


"Ich finde es wichtig, sich in den IPBES-Prozess aktiv einzubringen, um für den Erhalt des natürlichen wie kulturellen globalen Erbes bessere Rahmenbedingungen zu schaffen."

Prof. Dr. Josef Settele
Wissenschaftler im UFZ-Department Biozönoseforschung, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Ko-Vorsitzender für das Globale Assessment zu „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ (2016-2019)
  • Leitautor für Kapitel 4 (Treiber) im regionalen Asien-Pazifik- Assessment.(2015-2018)
Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/203.php
https://www.ufz.de/index.php?en=38572


Thematisches Assessment zu „Landdegradierung und Renaturierung“

Herausforderungen:
https://www.ipbes.net/sites/default/files/downloads/ldr_primer_en.pdf
[Video] #IPBES6: Land Degradation Assessment - Coming Soon!

Ergebnisse:
Pressemitteilung zu den Ergebnissen des Berichts:
http://www.biodiversity.de/schnittstellen/ipbes/news/NeFo-PM_IPBES_Landdegradierung
Nefo-Interview mit Prof. Aletta Bonn: „Investitionen in den weltweiten Naturschutz sind nötige Investitionen für unsere Zukunftssicherung“
http://www.biodiversity.de/produkte/interviews/Aletta_Bonn_ipbes-bericht-landdegradierung

Prof. Dr. Aletta Bonn. Foto: Stefan Bernhardt/iDiv
Foto: Stefan Bernhardt/iDiv


„IPBES ist einer der wichtigsten internationalen Science-Policy Prozesse zum Biodiversitätsschutz. Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele Akteure konstruktiv einbringen, damit wir die globalen 2020-Ziele erreichen können.“

Prof. Dr. Aletta Bonn
Leiterin des UFZ-Departments Ökosystemleistungen und in gemeinsamer Berufung Professorin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Arbeitsgruppenleiterin am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Leitautorin für Kapitel 7 (Szenarien-Entwicklung) im thematischen Assessment „Landdegradierung und Renaturierung“ (2015-2018)
  • Review Editor für das „Verzeichnis relevanter Politikunterstützungsinstrumente und Methoden“.


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/236.php
http://www.ufz.de/index.php?de=34228


Neben Dr. Jenny Hauck, Dr. Matthias Schröter, Dr. Kristina Raab, Prof. Aletta Bonn und Prof. Josef Settele sind derzeit zwei weitere UFZ-Experten im Weltdiversitätsrat IPBES in unterschiedlichen Funktionen aktiv:


Prof. Dr. Ralf Seppelt. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


„Zu zeigen, dass es beim Stichwort Biodiversität nicht nur um den Schutz einzigartiger Natur, sondern tatsächlich um unsere Lebensgrundlagen geht, sehe ich als die Hauptaufgabe von IPBES.“

Prof. Dr. Ralf Seppelt
Leiter des UFZ-Departments Landschaftsökologie und in gemeinsamer Berufung Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Leitautor für das Globale Assessment zu „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ (2016-2019)

Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/309.php
https://www.ufz.de/index.php?de=37585


Dr. Heidi Wittmer. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


 

Dr. Heidi Wittmer
Komm. Leiterin des UFZ-Departments Umweltpolitik

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Mitglied der Taskforce für Politikunterstützungsinstrumente sowie Methoden zur Konzeptualisierung der Werte von Biodiversität (seit 2013)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.ufz.de/index.php?de=34256

12. Dezember 2016: Prof. Dr. Josef Settele wurde zu einem der Vorsitzenden für das Globale Assessment des Weltbiodiversitätsrates berufen:

Alles, was wir über Ökosysteme wissen. Und über Artenvielfalt.
Josef Settele im Forschungsquartett von detektor.fm
Podcast anhören

Pressemitteilung UFZ:
http://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=52/2016

Pressemitteilung BMBF / BMU:
https://www.bmbf.de/de/globale-bestandsaufnahme-zur-biologischen-vielfalt-angelaufen-3694.html

IPBES Logo

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein wissenschaftliches, zwischenstaatliches Gremium, das politischen Entscheidungsträgern objektive und zuverlässige Informationen über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt und ihrer Ökosystemleistungen zur Verfügung stellt.

IPBES besteht aus:

  • Offiziellen Mitgliedern: Diese nehmen an den IPBES-Vollversammlungen (Plenen) teil und fassen Beschlüsse. Bislang sind 128 Staaten, darunter Deutschland, bei IPBES vertreten.
  • Experten: Wissenschaftler und weitere Experten, die von Regierungen und Organisationen für zeitlich befristete Expertengruppen und Task Forces als Autoren und Gutachter nominiert werden.
  • Beobachter: Organisationen wie z.B. zwischenstaatliche Organisationen, Universitäten, Gesellschaften oder Umweltverbände können sich bei IPBES akkreditieren lassen und als Beobachter an IPBES-Plenen teilnehmen.

IPBES berät politische Entscheidungsträger über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität sowie ihrer Ökosystemleistungen. IPBES führt keine eigenen Forschungsarbeiten durch, sondern sammelt und bewertet weltweit vorhandenes Wissen. Aus den Bewertungen werden nicht-vorschreibende Empfehlungen und Handlungsoptionen zum Schutz der biologischen Vielfalt abgeleitet, die politische Entscheidungsträger in ihrer Arbeit unterstützen sollen. IPBES berücksichtigt in seinen Auswertungen und Empfehlungen auch andere Formen des Wissens, wie zum Beispiel die Kenntnisse von indigenen und lokalen Bevölkerungsgruppen.

Weitere Informationen zum IPBES:

März 2016: Prof. Dr. Josef Settele und Dr. Carsten Neßhöver im Resonator-Podcast:
https://resonator-podcast.de/2016/res081-der-weltbiodiversitaetsrat/

März 2016: Standpunkt „Erste Erfolge des Weltbiodiversitätsrates nicht ausbremsen“
http://www.ufz.de/index.php?de=40797

Februar 2016: Interview „Ein guter Bericht, der viele Akteure einbezieht“
http://www.ufz.de/index.php?de=40268

Januar 2015: Interview „Der Weltbiodiversitätsrat IPBES tagt in Bonn“
http://www.ufz.de/index.php?de=36804

April 2013: Standpunkt: „An die Arbeit, aber welche und wer? Der Weltbiodiversitätsrat IPBES startet in sein erstes Jahr“
https://www.ufz.de/index.php?de=36811
 


Böden sind unsere Lebensgrundlage. Sie liefern Nahrung, Futter, Rohstoffe und Energie, speichern Wasser und Kohlenstoff und sind Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Doch sie stehen unter Druck und werden mehr und mehr beansprucht.

Foto: LBEG, Grafik: UFZ Um den Boden als wichtige Ressource zu erhalten, ist es notwendig, das Verständnis von Bodenökosystemen zu erweitern. Nur auf dieser Basis können die Produktivität der Böden und ihre anderen Funktionen verbessert sowie neue Strategien für eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Böden zu entwickelt werden.

Dieser Aufgabe widmen sich u.a. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsprojektes BonaRes, das seit etwa zwei Jahren aktiv ist und am UFZ in Kooperation mit dem ZALF koordiniert wird.

Der Schutz des Bodens braucht aber darüber hinaus auch einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft. Deshalb sind BonaRes-Forscherinnen und -Forscher gemeinsam mit Fachleuten der Aktionsplattform Bodenschutz auf Veranstaltungen wie der „Internationalen Grünen Woche“ aktiv und wollen mit Informationen und Experimenten das Bewusstsein für den Boden als knappes Gut schärfen.


UFZ-Pressemitteilung vom 15. Januar 2018
Bodenforscherinnen und Bodenforscher auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin
Weblink


BonaRes 2018 Konferenz vom 26.-28. Februar 2018, Berlin
"Boden als nachhaltige Ressource"
www.bonares2018.de


Videointerview mit Prof. Dr. Hans-Jörg Vogel
Bodenforscher und Leiter des UFZ-Departments Bodensystemforschung


Weitere Informationen zum Thema


Flächenverbrauch durch Neubaugebiet. Quelle: ThomBal, Adobe Stock

Interview mit dem UFZ-Bodenforscher Prof. Hans-Jörg Vogel und den beiden Umweltjuristen Dr. Jana Bovet und Dr. Stefan Möckel
Quelle: Earth System Knowledge Platform (ESKP)

Teil I: "Der Flächenverbrauch in Deutschland ist zu hoch."

Weblink

Teil II: "Die Landwirtschaft mietet sich ein, zu Lasten der Verpächter."

Weblink


Ackerpflug und Traktor. Foto: André Künzelmann/UFZ

Podcast

Boden muss besser geschützt werden - "Neben Klima und Wasser ist der Boden unterbelichtet"

Podcast als mp3-Datei anhören


Cover UFZ-Newsletter April 2014

UFZ-Newsletter

Vieles was das Zusammenspiel von Wasser und Boden betrifft, ist in vielen Details unklar und Bestandteil der UFZ-Forschungen.

Das Newsletter-Titelthema "Ermittlungen im Untergrund" beleuchtet dazu den Stand der Forschungen am UFZ und worin die UFZ-Forscher den Schlüssel zum Erfolge sehen.

UFZ-Newsletter: Ermittlungen im Untergrund


UFZ-Experten "In Sachen Wasser", November 2011

UFZ-Experten: In Sachen Wasser

Ein Schwerpunkt im UFZ-Expertenheft ist das Thema "Wasser und Boden".

UFZ-Experten: In Sachen Wasser

direkt zur Webseite "Wasser und Boden"

IPBES Logo

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein wissenschaftliches, zwischenstaatliches Gremium, das politischen Entscheidungsträgern objektive und zuverlässige Informationen über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt und ihrer Ökosystemleistungen zur Verfügung stellt.

IPBES besteht aus:

  • Offiziellen Mitgliedern: Diese nehmen an den IPBES-Vollversammlungen (Plenen) teil und fassen Beschlüsse. Bislang sind 128 Staaten, darunter Deutschland, bei IPBES vertreten.
  • Experten: Wissenschaftler und weitere Experten, die von Regierungen und Organisationen für zeitlich befristete Expertengruppen und Task Forces als Autoren und Gutachter nominiert werden.
  • Beobachter: Organisationen wie z.B. zwischenstaatliche Organisationen, Universitäten, Gesellschaften oder Umweltverbände können sich bei IPBES akkreditieren lassen und als Beobachter an IPBES-Plenen teilnehmen.

IPBES berät politische Entscheidungsträger über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität sowie ihrer Ökosystemleistungen. IPBES führt keine eigenen Forschungsarbeiten durch, sondern sammelt und bewertet weltweit vorhandenes Wissen. Aus den Bewertungen werden nicht-vorschreibende Empfehlungen und Handlungsoptionen zum Schutz der biologischen Vielfalt abgeleitet, die politische Entscheidungsträger in ihrer Arbeit unterstützen sollen. IPBES berücksichtigt in seinen Auswertungen und Empfehlungen auch andere Formen des Wissens, wie zum Beispiel die Kenntnisse von indigenen und lokalen Bevölkerungsgruppen.


12. Dezember 2016: Prof. Dr. Josef Settele wurde zu einem der Vorsitzenden für das Globale Assessment des Weltbiodiversitätsrates berufen:

Alles, was wir über Ökosysteme wissen. Und über Artenvielfalt.
Josef Settele im Forschungsquartett von detektor.fm
Podcast anhören

Pressemitteilung UFZ:
http://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=52/2016

Pressemitteilung BMBF / BMU:
https://www.bmbf.de/de/globale-bestandsaufnahme-zur-biologischen-vielfalt-angelaufen-3694.html

Insgesamt sind derzeit sieben UFZ-Expertinnen und -Experten im Weltdiversitätsrat IPBES in unterschiedlichen Funktionen aktiv:

Prof. Dr. Josef Settele. Foto: Sebastian Wiedling/UFZ
Foto: Sebastian Wiedling/UFZ


"Ich finde es wichtig, sich in den IPBES-Prozess aktiv einzubringen, um für den Erhalt des natürlichen wie kulturellen globalen Erbes bessere Rahmenbedingungen zu schaffen."

Prof. Dr. Josef Settele
Wissenschaftler im UFZ-Department Biozönoseforschung, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Ko-Vorsitzender für das Globale Assessment zu „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ (2016-2019)
  • Leitautor für Kapitel 4 (Treiber) im regionalen Asien-Pazifik- Assessment.
Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/203.php
https://www.ufz.de/index.php?en=38572


Prof. Dr. Ralf Seppelt. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


„Zu zeigen, dass es beim Stichwort Biodiversität nicht nur um den Schutz einzigartiger Natur, sondern tatsächlich um unsere Lebensgrundlagen geht, sehe ich als die Hauptaufgabe von IPBES.“

Prof. Dr. Ralf Seppelt
Leiter des UFZ-Departments Landschaftsökologie und in gemeinsamer Berufung Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Leitautor für das Globale Assessment zu „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ (2016-2019)

Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/309.php
https://www.ufz.de/index.php?de=37585


Prof. Dr. Aletta Bonn. Foto: Stefan Bernhardt/iDiv
Foto: Stefan Bernhardt/iDiv


„IPBES ist einer der wichtigsten internationalen Science-Policy Prozesse zum Biodiversitätsschutz. Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele Akteure konstruktiv einbringen, damit wir die globalen 2020-Ziele erreichen können.“

Prof. Dr. Aletta Bonn
Leiterin des UFZ-Departments Ökosystemleistungen und in gemeinsamer Berufung Professorin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Arbeitsgruppenleiterin am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Leitautorin für Kapitel 7 (Szenarien-Entwicklung) im thematischen Assessment „Landdegradierung und Renaturierung“ (2015-2018)
  • Review Editor für das „Verzeichnis relevanter Politikunterstützungsinstrumente und Methoden“.


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/236.php
http://www.ufz.de/index.php?de=34228


Dr. Matthias Schröter. Foto: Stefan Bernhardt/iDiv
Foto: Stefan Bernhardt/iDiv


„IPBES bringt eine ganze Reihe von Wertvorstellungen zueinander, die Menschen in Bezug auf ihre belebte Umwelt haben können. Das ist ein hohes Gut und zugleich eine große Herausforderung.“

Dr. Matthias Schröter
Wissenschaftler im UFZ-Department Ökosystemleistungen und der gleichnamigen AG am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Leitautor im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/202.php
https://www.ufz.de/index.php?de=40349


Dr. Jennifer Hauck. Foto: privat
Foto: Die Lichtbildnerei Leipzig


„Ich hoffe, dass wir mit IPBES einen Beitrag leisten können, Debatten in der Gesellschaft auszulösen, verschiedenste Bedürfnisse zu beleuchten und Lösungswege daraufhin abzuklopfen.“

Dr. Jennifer Hauck
Wissenschaftlerin im UFZ-Department Umweltpolitik

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Koordinierende Leitautorin für Kapitel 5 im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018)
  • Mitglied der Expertengruppe für die zweite Phase der IPBES-Arbeit an Szenarien und Modellierung (2016-2018)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/209.php
http://www.ufz.de/index.php?de=36484


Dr. Carsten Neßhöver. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


"IPBES ist eine große Chance, die globale Politikberatung zur Biodiversität in Qualität und Relevanz auf eine völlig neue Ebene zu heben."

Dr. Carsten Neßhöver
Wissenschaftler im UFZ-Department Naturschutzforschung

Verbindung zu IPBES:

  • Projektleiter Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo) als nationale Plattform, die den IPBES-Prozess unterstützt (seit 2012)
  • UFZ Science-Policy Expert Group


Weitere Informationen zur Person:
http://www.ufz.de/index.php?de=38955


Dr. Heidi Wittmer. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


 

Dr. Heidi Wittmer
Komm. Leiterin des UFZ-Departments Umweltpolitik

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Mitglied der Taskforce für Politikunterstützungsinstrumente sowie Methoden zur Konzeptualisierung der Werte von Biodiversität (seit 2013)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.ufz.de/index.php?de=34256


Weitere Informationen zum IPBES:

März 2016: Prof. Dr. Josef Settele und Dr. Carsten Neßhöver im Resonator-Podcast:
https://resonator-podcast.de/2016/res081-der-weltbiodiversitaetsrat/

März 2016: Standpunkt „Erste Erfolge des Weltbiodiversitätsrates nicht ausbremsen“
http://www.ufz.de/index.php?de=40797

Februar 2016: Interview „Ein guter Bericht, der viele Akteure einbezieht“
http://www.ufz.de/index.php?de=40268

Januar 2015: Interview „Der Weltbiodiversitätsrat IPBES tagt in Bonn“
http://www.ufz.de/index.php?de=36804

April 2013: Standpunkt: „An die Arbeit, aber welche und wer? Der Weltbiodiversitätsrat IPBES startet in sein erstes Jahr“
https://www.ufz.de/index.php?de=36811
 


Im Wasser spielende Kinder. Foto: André Künzelmann/UFZ

Die Qualität des Wassers – auf dem Weg zu einem weltweiten Assessment (World Water Quality Assessment, WWQA)

Wie sich die Wasserqualität verändert, hat entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit der Anrainer und auf ganze ֖kosysteme. In einer groߟ angelegten Studie lässt die Weltumweltorganisation UNEP jetzt erstmals Wissen zusammentragen und analysieren, das zeigt, wie es um die Qualität der Fließgewässer weltweit bestellt ist und welche Folgen das hat. Die Vorstudie, die dazu gerade fertiggestellt wurde, haben Wissenschaftler des UFZ koordiniert.

UFZ-Newsletter: Lesen Sie mehr zu weltweiter Wasserqualität und WWQA
E-Paper lesen

Podcast mit Prof. Dietrich Borchardt, der die Vorstudie zum WWQA geleitet hat
Podcast von detektor.fm

Weitere Links
WWQA- Website
Weltwassertag am 22. März

Reisanbau in Asien. Foto: PD Dr. Josef Settele/UFZ

Rasant steigt der Bedarf an Ackerland, Nahrungsmitteln und Energie. Deshalb wandelt sich die Landnutzung weltweit in atemberaubendem Tempo. Mit Folgen und Nutzungsstrategien beschäftigt sich seit 2010 die BMBF-Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“.

Pressemitteilung
Pressemitteilung lesen

Informations-Material (Flyer, Broschüren etc) zu den einzelnen Projekten:
Infomaterial auf nachhaltiges-landmanagement.de

Video-Informationen zu den Projekten
Videobeiträge auf nachhaltiges-landmanagement.de

Podcast „Geht da noch mehr? Die Grenzen des Wachstums“
Podcast auf detektor.fm

UFZ-Newsletter „Ressource Land unter Druck“
E-Paper lesen

Biene auf Blüte. Foto: André Künzelmann/UFZ

Vom 22. bis 28. Februar 2016 trifft sich der Weltbiodiversitätsrat IPBES in Kuala Lumpur/Malaysia. Eines der Kerntheman Kernthemen ist der Assessment-Bericht, der die weltweite Lage der Bestäuber beleuchtet. Als Koordinierender Leitautor mit dabei: Dr. Josef Settele.

Interview mit PD.Dr. Josef Settele
Hintergrundinformationen zur Bestäuber-Thematik
UFZ-Expertenliste
UFZ-Publikationen, die in den Bericht eingeflossen sind

Es gibt nicht nur den Weltklimarat sondern auch den Weltbiodiversitätsrat. Über ihn und die Artenvielfalt berichten Dr. Josef Settele und Dr. Carsten Neßhöver vom UFZ im Resonator-Podcast.

https://resonator-podcast.de


Ziel ist eine von allen Mitgliedsstaaten akzeptierte Wissensbasis für politische Entscheidungen im Bereich Landwirtschaft und Naturschutz. Das könnte klappen, da neben den klassischen Wissenschaften auch die Politik und andere Interessensgruppen beteiligt waren, findet UFZ-Wissenschaftler Dr. Josef Settele. Er hat der als Koordinierender Leitautor des Kapitels zu den Triebkräften und Ursachen der Veränderungen bei Bestäubern und als Mitautor der Zusammenfassung für Entscheidungsträger den Bericht in zentralen Elementen mit verfasst hat und wird auch einer der Herausgeber des Gesamtberichtes sein wird.
Im Interview berichtet er unter anderem, wie das Bestäuber-Assessment zustande kam, wer an der Erarbeitung beteiligt war und welche Hürden es zu nehmen galt. Außerdem finden Sie auf dieser Seite Hintergrundinformationen zur Bestäuber-Thematik und eine Expertenliste, der UFZ-Wissenschaftlerinnen und UFZ-Wissenschaftler, die im Weltbiodiversitätsrat IPBES mitarbeiten, sowie eine Liste wissenschaftlicher UFZ-Publikationen, die in den Bericht eingeflossen sind.


Ausführliche Informationen zum IPBES-Gesamtprozess beim Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo): www.biodiversity.de