Neuigkeiten aus dem WTT


Juni 2018

Techniker Martin Wieprecht mit dem Prototyp in Bautzen, Foto: Matthias Koschorreck, UFZ Techniker Martin Wieprecht mit dem Prototyp in Bautzen, Foto: Matthias Koschorreck, UFZ
Gewässer sind global signifikante Quellen der Treibhausgase Kohlendioxid und Methan. Die Quantifizierung der Freisetzung von Treibhausgasen aus Gewässern ist wichtig. Wegen des besonders hohen Treibhauseffektes von Methan ist dabei die Ermittlung der Methanfreisetzung von besonderer Bedeutung. Die Freisetzung von Methan erfolgt über im Wasser aufsteigende Gasblasen und ist sowohl zeitlich als auch räumlich extrem heterogen.

Für die kontinuierliche Messung von in Gewässern aufsteigenden Gasblasen gibt es weltweit nur ein einziges kommerzielles Messgerät, welches unter anderem relativ hohe Anschaffungskosten hat. Für eine repräsentative Messung auf z.B. einer Talsperre sind je nach Gewässer zahlreiche solcher Geräte notwendig.

Im durchgeführten Projekt hat das Projektkonsortium ein neuartiges Messgerät entwickelt, gebaut und getestet. Grundlage der Projektidee war die Anwendung eines komplett neuen Messverfahrens zur Quantifizierung aufsteigender Gasblasen.

In Kooperation mit dem UFZ und dem IAUT Institute der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg wurde ein Prototyp zur Messung der Gas Freisetzung entwickelt und im Labor sowie in verschiedenen Feldtests in der Talsperre Bautzen getestet.

Für dieses Jahr sind weitere Feldtests eines verbesserten Prototyps im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes TregaTa auf der Talsperre Bautzen geplant. Das Gerät soll zukünftig auch in großen Infrastrukturen des UFZ wie MOSES und TERENO eingesetzt werden, um das Zusammenspiel von räumlicher Heterogenität und zeitlicher Dynamik der Methanfreisetzung aus Oberflächengewässern besser zu verstehen.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Matthias Koschorreck
matthias.koschorreck@ufz.de

Dr. Carsten Mahrenholz, CEO des jungen Greifswalder Unternehmens, sprach am 31. Mai mit UFZ Wissenschaftlern über seine umfangreichen Erfahrungen als Start-up.

Als Ausgründung des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald, entwickelte das Unternehmen eine Wundauflage, die Infektionen durch multiresistente Keime sowie chronische Wunden mit kaltem Plasma behandelt. Kaltes Plasma hat nicht nur eine desinfizierende Wirkung, sondern aktiviert gleichzeitig das Immunsystem bei Menschen.

Im kleinen Kreis konnten Interessierte mit dem Experten ins Gespräch kommen und praktische Tipps rund um das Thema Ausgründung aus erster Hand bekommen.

Falls Sie Fragen zu dieser oder kommenden Veranstaltungen haben, kontaktieren Sie gerne Milina Alber, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ, milina.alber@ufz.de

Mai 2018

Ehemalige Benzolfabrik im ÖGP Zeitz, Foto: Karen Görner, UFZ Ehemalige Benzolfabrik im ÖGP Zeitz, Foto: Karen Görner, UFZ Insgesamt 25 Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung trafen sich am 3. Mai 2018 im Chemie- und Industriepark Zeitz, um sich im Rahmen des 5. Wirtschaftsgesprächs im Clusterteam Umwelt des NEU e.V. über aktuelle Verfahrensentwicklungen und Praxisbeispiele in der Boden- und Grundwassersanierung auszutauschen

Auf zwei Impulsvorträge, die von zahlreichen Rückfragen und intensiven Diskussionen begleitet waren, folgte eine Fachexkursion: die Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) Sachsen-Anhalt und die Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft (MDVV) demonstrierten die laufenden Sanierungsmaßnahmen im Bereich der ehemaligen Benzolfabrik im ÖGP Zeitz.

Umrahmt wurde das Programm von Möglichkeiten zu formlosem Austausch von Erfahrungen und Projektideen sowie dem Knüpfen neuer Kontakte.

Die nächsten Wirtschaftsgespräche im Clusterteam Umwelt werden im September und November 2018 stattfinden. Es liegen bislang Interessensbekundungen zu den Themen „Wasserstoff als Beitrag zur Energiewende“ und „Patentstrategien für technologiegetriebene Unternehmen“ vor.

Das vom UFZ geleitete Clusterteam Umwelt im Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) der Stadt Leipzig richtet sich an Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien, die in Leipzig und Region aktiv sind oder werden wollen. Ziel des Clusterteams ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Verwaltung zu fördern.

Bei Fragen oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen kontaktieren Sie bitte Karen Görner ( karen.goerner@ufz.de ), Abteilung Wissens- und Technologietransfer (UFZ)

Grafik zu BioFavor Am 1.4.2018 startete die Machbarkeitsphase des Verbundprojektes BioFAVOR, die im Rahmen des vom BMBF ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs „Neue Produkte für die Bioökonomie“ gefördert wird. Die Machbarkeitsphase baut auf den konzeptionellen Entwicklungen und Evaluierungen aus der vorangegangenen 9‑monatigen Sondierungsphase auf. Ziel des Projektes ist die Schaffung einer technischen und ökonomischen Lösung zur direkten dezentralen Entsorgung von Fäkalien und die gleichzeitige Nutzbarmachung der Fäkalien für eine bio-basierte Wirtschaft. Projektleiter Dipl.-Ing. Tobias Hübner (Department Umweltmikrobiologie) will dazu gemeinsam mit dem DBFZ und dem Institut für soziale ökologische Forschung (ISOE) die technische Machbarkeit eines neuartigen, einfach skalierbaren und mobil einsetzbaren Low-Tech-Verfahrens zur Nutzbarmachung von Fäkalien demonstrieren.

Menschliche Fäkalien stellen einen nahezu ungenutzten Reststoff dar. Gegenwärtig werden diese unter verhältnismäßig hohem Einsatz von Energie und Trinkwasser entsorgt. In Industrieländern wie Deutschland ist der Aufwand für die Entsorgung besonders hoch, wenn kein oder nur ein unzureichender Anschluss an ein zentrales Abwassernetz besteht und wenn die Fäkalien nur temporär und in stark variierenden Mengen anfallen, z. B. auf Festivals, Campingplätzen und Großbaustellen. Andererseits ist eine stoffliche Aufwertung von Fäkalien aus diesen dezentralen und stark fluktuierenden Quellen aus ökologischer, sowie aus ökonomischer Sicht besonders vielversprechend.

Im Anschluss an die Machbarkeitsphase ist die Umsetzung in die Praxis gemeinsam mit einem Verbund aus Praxispartnern avisiert. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Tobias Hübner: tobias.huebner@ufz.de

April 2018

Pilotanlage V-EcoTech-Filter, Foto UFZ Pilotanlage V-EcoTech-Filter, Foto UFZ Nach positiv verlaufener Pilotphase soll noch in 2018 am Standort Kupferhammer gebaut werden

Der V-EcoTech-Filter entwickelt sich immer mehr zu einem „Verkaufsschlager“ des UFZ. Nach einer Reihe erfolgreicher Pilotversuche sowie zweier Umsetzungen in den Großmaßstab in Leuna wird es nun ein drittes Großprojekt geben. Am Standort Kupferhammer wurden zunächst zwischen Januar 2016 und März 2017 Versuche und Anpassungen vorgenommen, und auf deren Grundlage nun mit dem Betreiber LMBV vereinbart, noch in diesem Jahr eine Anlage zu bauen, um Phenole und BTEX aus dem Grundwasser zu entfernen. Die Ausschreibungen laufen bereits, und die Anlage soll bis Jahresende stehen.

Der V-EcoTech-Filter ist ein zur Grundwasserreinigung entwickeltes, naturnahes Bodenfiltersystem, das aus einem oder mehreren vertikalen Grobfiltern und einem nachgeschalteten vertikalen Feinfilter besteht.

Ansprechpartner am UFZ für den V-EcoTech-Filter ist Dr. Manfred van Afferden (Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum, manfred.afferden@ufz.de ).

Teilnehmer des Treffens, Foto UFZ Teilnehmer des Treffens, Foto UFZ Eine Delegation des Auswärtigen Amtes unter Leitung von Botschafter a.D. Herrmann Sausen und dem Programmdirektor „Training of International Diplomats“ Stefan Biedermann besuchte am 12. April 2018 das UFZ, um sich im Rahmen des „9th International Diplomats Programme“ über die deutsche Forschungslandschaft und insbesondere die integrierte Umweltforschung am UFZ sowie den Transfer unserer Forschungsergebnisse in Politik und Gesellschaft zu informieren.

Das Programm, an dem Beteiligte vom Stab Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Abteilung Wissens- und Technologietransfer sowie dem Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum mitgewirkt haben, umfasste einen Rundgang im Wissenschaftspark mit historischen Fakten und einer Einführung über das UFZ in luftiger Höhe, einen Einblick in das UFZ als Teil der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und die großen Fragestellungen, die in den Themenbereichen des UFZs bearbeitet werden, sowie die unterschiedlichen Formate beim Wissens- und Technologietransfer. An zwei konkreten Projekten zum integrierten Abwassermanagement in ariden Regionen wurde erstens gezeigt, wie unterschiedliche Maßnahmen ineinander greifen und in enger Zusammenarbeit mit jordanischen Entscheidungsträgern und Ministerien eine Richtlinie zum Dezentralen Abwassermanagement entwickelt und verabschiedet wurde. Im zweiten Beispiel wurde ein Tool zur Kostenberechnung von verschiedenen Abwasser-Management-Szenarien präsentiert, das unter Zuhilfenahme von Geoinformationssystem-Daten Langzeitanalysen ermöglicht.

Die 16 internationalen Diplomatinnen und Diplomaten arbeiten für ihre Heimatländer in Berliner Botschaften. Teil ihrer Ausbildung ist dabei, sich ein umfassendes Bild über die politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen in Deutschland zu verschaffen.

Wenn Sie mehr über diese Veranstaltung wissen möchten, kontaktieren Sie gerne Dr. Joachim Nöller von der Abteilung Wissens- und Technologietransfer.

Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Seite: https://diplomatictraining.alumniportal.com/

März 2018

Erster Gerätetest im Gondwanaland des Zoo Leipzig (Mai 2017) / Foto: UFZ Erster Gerätetest im Gondwanaland des Zoo Leipzig (Mai 2017) / Foto: UFZ Robuster Autosampler für vielfältige Einsatzzwecke in der Wasserforschung

Im letzten Jahr berichteten wir an dieser Stelle über den Piloteinsatz des Autosamplers, der in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt entwickelt und in der UFZ-Werkstatt gebaut wurde. Zwischen Juni und Dezember 2017 maßen im Oman sechs Autosampler in den semiariden Nebelwäldern der Dhofargebirge und einer in der extrem trockenen Rub al-Chali, wieviel Grundwasser ins Arabische Meer austritt, welche Niederschlagsereignisse relevant für die Grundwasserneubildung sind und in welchen Gebieten das Wasser einsickert. Grundlage für diese Informationen ist die Analyse stabiler Isotope im Wasser.

Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten ist das Team um Dr. Jan Friesen vom UFZ nun dabei, die Baupläne anzupassen, um sie der wissenschaftlichen Gemeinschaft frei zur Verfügung zu stellen.
Hier hat sich gezeigt, dass der Autosampler nicht nur für den Einsatz in entlegenen Regionen interessant ist, sondern auch für Forschung hierzulande. So werden demnächst mehrere Geräte eingesetzt, um den Wasserhaushalt von Gründächern zu überwachen sowie im Rahmen des Großprojekts MOSES (Modular Observation Solutions for Earth Systems) für die Fließgewässer-ökologie.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Jan Friesen ( jan.friesen@ufz.de ).

Mauerwerkstrocknung; Quelle: UFZ/HTWK Mauerwerkstrocknung; Quelle: UFZ/HTWK Die Radiowellen-Technologie ist ein neues Konzept zur direkten Erwärmung unterschiedlichster Materialien. Eingesetzt werden kann das Verfahren im Bauwesen, beispielsweise für die Bauwerkstrocknung, die Dekontamination von Mauerwerk, den chemikalienfreien Holzschutz sowie die Konditionierung von Frischbeton. Im Vergleich zu konventionellen Erwärmungsverfahren zeichnet es sich durch eine gezielte und gleichmäßige Erwärmung mit hohen Eindringtiefen aus. Schädliche Stoffe wie Heizölrückstände, Lösungs- oder Holzschutzmittel können so kontrolliert und schnell entfernt werden.

Die Basistechnologie wird seit dem Jahr 2014 im Rahmen des vom BMWi geförderten ZIM-Netzwerkes und vom UFZ koordinierten „RWTec“ (ZIM: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand)( mit dem Ziel erforscht, einsatzfähige Verfahren und Produkte zu entwickeln, die von den Industriepartnern im Netzwerk zur Anwendung gebracht werden.

Die Innovationskraft der Forschenden spiegelt sich auch in der hohen Anzahl an getätigten Erfindungen wider. So wurden kürzlich zwei Patente erteilt - ein europäisches Patent zur Trocknung und Dekontamination von Mauerwerk, Beton, Holz und anderen Feststoffen (EP 2 354 349) sowie ein deutsches Patent für ein Verfahren und eine Vorrichtung zur nicht-invasiven dielektrischen Erwärmung mittels kapazitiver Kopplung (DE 10 2016 107 547), das in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (HTWK) entwickelt wurde.

Für Fragen oder weitere Informationen zur Technologie stehen Ihnen gern Dr. Ulf Roland und Dr. Ulf Trommler (Department Technische Umweltchemie; ulf.roland@ufz.de bzw. ulf.trommler@ufz.de ) zur Verfügung.

Februar 2018

Grafik: UFZ Grafik: UFZ Effektives Wasserressourcen-management und Anpassungen an den Klimawandel können nur erfolgreich gestaltet werden, wenn Schlüsselvariablen des Wasserkreislaufs (z.B. Ab-flussmengen und Bodenfeuchte) korrekt auf verschiedenen Planungsebenen (z.B. lokal, regional, national und kontinental) simuliert werden.

Ein UFZ-Forschergruppe um Dr. Luis E. Samaniego-Eguiguren vom Department Hydrosystemmodellierung entwickelte das mesoskalige Hydrologische Modell (mHM), das über eine hochmoderne Multiskalen-Parametrisierung verfügt, welche einen nahtlosen und effektiven Einsatz über mehrere Planungsebenen und datenarme Regionen hinweg ermöglicht. Es kann sowohl für wissenschaftliche Zwecke als auch für die politische Entscheidungsunterstützung eingesetzt werden. Die Leistungsfähigkeit der neun weltweit bekanntesten hydrologischen Modelle wurde im Rahmen einer Vergleichsstudie (Inter-Sectoral Impact Model Intercomparison Projekt, ISI-MIP2), die von einer Wissenschaft Gruppe unter Koordination des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durchgeführt wurde, getestet (https://doi.org/10.1007/s10584-016-1841-8). Dabei erwies sich das mHM al eines der beiden besten Modelle. In der praktischen Anwendung liefert mHM z.B. in Deutschland die Basis für den tagesaktuellen Dürremonitor am UFZ (www.ufz.de/duerremonitor). Gegenwärtig wird es von über 200 Nutzern aus ca. 35 Ländern genutzt.

Im Dezember 2017 wurde nun eine neue Version veröffentlicht. Das Modell kann unter folgenden Link herunter geladen werden: www.ufz.de/mhm

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Luis Samaniego-Eguiguren (luis.samaniego@ufz.de).

Grundwassermessstelle im HCH-kontaminiertem Flutgebiet / Quelle: UFZ Grundwassermessstelle im HCH-kontaminierten Flutgebiet der Mulde/Spittelwasser
Foto: UFZ/Archiv
Lindan gehört zu den sogenannten HCHs (Hexachlorzyklohexanen) und wurde in Deutschland lange Zeit als Insektizid eingesetzt. HCHs sind schwer abbaubar, reichern sich in der Nahrungskette an und gelten als hormonell wirksam.
Im Jahr 2003 wurde der Einsatz von Lindan in der Landwirtschaft aufgrund seiner stark toxischen Wirkung und seiner hohen Langlebigkeit EU-weit verboten. Böden und Grundwasser sind jedoch teilweise noch immer stark damit belastet. Für ein effizientes Umweltmanagement ist es wichtig zu wissen, ob und wie schnell der Schadstoffabbau voranschreitet.

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun eine Methode erarbeitet, mit der sich der biologische Abbau von Lindan quantifizieren lässt und die zeitliche Abschätzungen zum Fortschritt des Schadstoffabbaus ermöglicht. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Environmental Science and Technology veröffentlicht.

Der innovative Ansatz beruht auf der Isotopen- und der Enantiomeren-Fraktionierung und der Kombination zweier Detektions-Methoden. In Laborversuchen entwickelten sie ein Modell, mit dessen Hilfe das Ausmaß des Schadstoffabbaus aus Umweltproben messbar ist.
Mit der Methode könnte der biologische Abbau beim Transport im Wasser oder mit Bodenpartikeln ermittelt werden. Künftig würden damit Berechnungen möglich, wie lange die HCHs die Umwelt noch belasten.

Die Arbeiten wurden vom Ökologischen Großprojekt Bitterfeld-Wolfen, der Landesanstalt für Altlastenfreistellung Sachsen-Anhalt sowie dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH mit Daten und Hilfe bei der Probenahme unterstützt.

Publikation:
Yaqing Liu, Safdar Bashir, Reiner Stollberg, Ralf Trabitzsch, Holger Weiß, Heidrun Paschke, Ivonne Nijenhuis, Hans-Hermann Richnow (2017). "Compound Specific and Enantioselective Stable Isotope Analysis as Tools to Monitor Transformation of Hexachlorocyclohexane (HCH) in a Complex Aquifer System". Environ. Sci. Technol., 2017, 51 (16), pp 8909-8916 http://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.6b05632

Januar 2018

Grafik: UFZ 2017 wurden bereits zum vierten Mal Preise an UFZ-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergeben, die herausragende Leistungen erbracht und sich in besonderem Maße für das UFZ engagiert haben – zum Beispiel in der Forschung sowie im Wissens- und Technologietransfer.

Insgesamt wurden 80 Vorschläge für 41 potenzielle Preisträgerinnen und Preisträger sowie sieben Teams eingereicht – so viele wie nie zuvor. Die sieben Jurys haben in teilweise umfangreichen Diskussionen und Entscheidungsprozessen als Gewinner die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Im Rahmen der 53. Aufsichtsratssitzung wurden unter anderen folgende Preise verliehen:

Dr. Matthias Gehre (Department Isotopenbiogeochemie) wird der UFZ-Technologietransferpreis verliehen für die Entwicklung, Patentierung und Vermarktung eines neuen Verfahrens zur Messung von Wasserstoffisotopen.

Dr. Heidi Wittmer (Department Umweltpolitik) wird mit dem UFZ-Wissenstransferpreis ausgezeichnet für die Initiierung und Unterstützung umweltpolitischer Prozesse in Entwicklungsländern, die eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz von Ökosystemen in diesen Ländern ermöglichen.

Der UFZ-Forschungspreis geht an ein – sehr großes – Team des Departments Hydrosystemmodellierung für die Entwicklung des hydrologischen Modellsystems mHM und seiner Anwendungen wie z.B. des Dürremonitors.

BonaRes/ABO-Stand auf der IGW, Foto: UFZ Am 28. Januar ging die 83. Internationale Grüne Woche in Berlin zu Ende. Die weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ist bei Fachleuten und Verbrauchern gleichermaßen beliebt und zählte auch 2018 wieder rund 400.000 Gäste.

Auf dem ErlebnisBauernhof mit dabei waren in diesem Jahr auch Bodenforscher und -forscherinnen des BonaRes-Zentrums und Vertreter der Aktionsplattform Bodenschutz.

An einem gemeinsamen Messestand zum Thema "Was unsere Böden leisten" setzten sie mit einer interaktiven Bodensäule, Kästen zum Erfühlen von Bodenarten sowie Informationen zur BonaRes-Förderinitiative den Boden als unsere Lebensgrundlage gebührend in Szene.

Die wichtigste Botschaft, die jedem Gast ob Grundschüler, Landwirt oder Entscheidungsträger mit auf den Weg gegeben wurde: Intakte Böden sind für Mensch und Umwelt ebenso wichtig wie das Klima, sauberes Wasser und die Biodiversität.

Darum ließen es sich Prof. Dr. Hans-Jörg Vogel (UFZ) und Prof. Dr. Georg Guggenberger (Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft) nicht nehmen auch auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs aufzutreten um dort wichtige Fragen rund um den Boden zu beantworten und so das Bewusstsein für unsere Böden als Lebensgrundlage zu stärken.

Dass dem Boden auf der Grünen Woche in diesem Jahr mehr Platz eingeräumt wurde, stieß durchweg auf positive Resonanz. Besonders erfreulich war, dass sowohl Landwirte als auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft BonaRes als sinnvolle und wichtige Förderinitiative bewerteten. Einige Landwirte bekundeten auch ihr Interesse, sich an BonaRes zu beteiligen.

Susanne Döhler, Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Winterschool 2017, Foto: Milina Alber, UFZ Lernen durch Handeln – Unter diesem Motto wurde die erste UFZ Winter School - Business Administration compact von 11.12. bis 15.12.2017 erfolgreich durchgeführt. Die fünftägige Veranstaltung wurde im Rahmen der Start-up-Betreuung für Gründerinnen und Gründer am UFZ und in Partnerschaft mit der SMILE-Initiative* von der Abteilung WTT organisiert. UFZ-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler hatten die Möglichkeit die unternehmerische Tätigkeit unter die Lupe zu nehmen mit dem Ziel, ein sicheres Gefühl für zukünftige Karriereperspektiven in der Industrie zu bekommen oder gezielt über Ausgründungen nachzudenken.

Durch die Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die unterschiedlichen Aspekte der Betriebswirtschaftslehre. Somit wurde es möglich ein Verständnis für die Kernaufgaben in einem Unternehmen zu gewinnen und die funktionale Rolle von Mitarbeitenden innerhalb einer Organisation zu verstehen. Grundlegende ökonomische Konzepte, Prinzipien des strategischen Managements, Marketing, Vertrieb sowie Recht und Steuern waren Themen, die abgedeckt wurden.

Die Themen wurden von Experten nicht nur theoretisch angeleuchtet, sondern auch praktisch in Form einer Business-Simulation ausgearbeitet, so dass die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, die gelernte Theorie unmittelbar in Praxis umzusetzen.

Didaktische Elemente des interaktiven Workshops waren theoretische Einführungen, Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeit sowie Rollenspiele.

Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen Milina Alber (Abteilung Wissens- und Technologietransfer; milina.alber@ufz.de ) gern zur Verfügung.

*SMILE wird durch den Europäischen Sozialfonds, den Freistaat Sachsen und durch die beteiligten Einrichtungen finanziert.