Neuigkeiten aus dem WTT


Januar 2019

Mit der Durchführung des letzten JEC (Jahres-Erfolgs-Check) im Januar 2019 wurde der Pilotversuch, um das Potenzial von Gründerpersönlichkeiten am UFZ zu ermitteln, erfolgreich beendet.

Für eine erfolgreich Auszugründung benötigen Wissenschaftler nicht nur exzellentes Fachwissen, sondern auch gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und vor allem soziale Kompetenzen (Management- und Führungsfähigkeiten). Das Fachwissen bringt der Wissenschaftler in der Regel durch die jahrelange und intensive Forschungsarbeit mit. Betriebswirtschaftliche Kompetenzen können problemlos durch den Besuch von verschiedenen Seminaren, Workshops und anderen Weiterbildungsangebote, die bereits über SMILE* am UFZ angeboten werden, abgedeckt werden. Der soziale Aspekt dagegen wird zur größten Herausforderung für gründungsinteressierte Wissenschaftler, denn viele erkennen ihre soziale Kompetenzen nicht oder schätzen sie sogar falsch ein.

Um dieses Problem anzugehen wurde der Pilotversuch 2017 am UFZ gestartet. Mit dem wissenschaftlich anerkannte Potenzialanalyseinstrument DNLA-Management (Discovery of Natural Latent Abilities) kann das Potenzial von Gründerpersönlichkeiten ermittelt werden. Sechs Wissenschaftler, aus unterschiedlichen Forschungsbereichen, mit unterschiedlichem Bildungsniveau und mit unterschiedlichem Reifegrad des Ausgründungsvorhabens, hatten die Möglichkeit dieses Instrument zu testen.

Nach einer Onlinebefragung der Probanden wurde ein persönliches Kompetenzprofil erstellt. Dieses diente als Grundlage für das persönliche Auswertungsgespräch mit dem Wissenschaftler. Basierend auf den individuellen Stärken und Schwächen, wurden dann für jeden Wissenschaftler persönliche Entwicklungspläne erarbeitet und konkrete Maßnahmen zum Potenzialaufbau vorgeschlagen. Die empfohlenen Maßnahmen waren sehr unterschiedlich und konnten von den Wissenschaftlern selbst umgesetzt werden.

Zur Forcierung einer nachhaltigen Entwicklung wurden ca. 8 bis12 Monaten nach dem Auswertungsgespräch mittels JEC (Jahres-Erfolgs-Check) die Fortschritte der einzelnen Probanden überprüft, um festzustellen, ob der Entwicklungsplan eingehalten wurde, welche Kompetenzen sich entwickelt haben und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Dabei hat sich herausgestellt, dass alle 6 Wissenschaftler sich hervorragend weiterentwickelt haben.

Das Teilnehmer-Feedback bezüglich Einsatz und Wirksamkeit des DNLA Instruments war ausnahmslos positiv.

„Ich empfand die DNLA-Analyse und vor allem das Auswertungsgespräch sehr hilfreich. In einem gut strukturierten Rahmen bot das Gespräch sehr viel Raum für Reflexion und konkrete Anregungen. Fast wichtiger aber war mir, dass im Zuge des Gesprächs einige Dinge klarer geworden sind. Ich priorisierte meine Aktivitäten neu. In diesem Sinne hat das Gespräch mir wichtige Impulse für anstehende Entscheidungen gegeben.“ - Arbeitsgruppenleiter am UFZ

„Das DNLA Verfahren hat mich sehr bei der Verfolgung meiner Gründungsambitionen unterstützt. In den Bereichen Soziale Kompetenz, Management und verkäuferisches Potenzial konnte ich deutlich meine Stärken und Schwächen identifizieren. Und wichtiger noch - aufbauend auf der DNLA Auswertung wurden im anschließenden persönlichen Gespräch auch konkrete Handlungsempfehlungen und Übungen besprochen. Insgesamt waren DLNA Verfahren und Coaching nicht nur inhaltlich sehr wertvoll, sondern auch eine starke Motivation, meine Gründungsambitionen weiterzuverfolgen." - Doktorand am UFZ

*SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Institutionen finanziert.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte gerne Milina Alber ( milina.alber@ufz.de , Tel. 0341/ 235-4782)